
Am 13. Juni fällt um 16 Uhr der Startschuss zur 77. Auflage der 24-Stunden
von Le Mans. Und erstmals seit 1972 steht auch wieder ein österreichisches
Team am Start – Jetalliance Racing! „Als wir vor rund dreieinhalb Jahren das Team gegründet haben, war Le Mans
eines unserer großen Ziele. Damals hätte ich mir nicht zu träumen gewagt,
dass dies so schnell Realität werden könnte. Deshalb bin ich auch sehr stolz
über die Einladung des Veranstalters ACO,“ sagt Teameigner Lukas Lichtner-
Hoyer. „Das ist nicht nur die Belohnung für unsere sportlichen Erfolge
sondern auch Bestätigung unserer professionellen Arbeit.“
Seit Bekanntgabe des fixen Startplatzes laufen die Arbeiten im JARHeadquarter
in Oeynhausen auf Hochtouren. Die Mechaniker-Crew arbeitet
fast rund um die Uhr am Aston Martin DBR9, der ja für das Rennen in Le
Mans speziell umgebaut werden muss: Kleinerer Tank, Klimaanlage,
Veränderung der Aerodynamik, und, und, und...
„Wir sind voll im Plan. Jetzt läuft der Countdown“, so Lichtner-Hoyer, der
auch punkto Fahrerbesetzung eine Entscheidung getroffen hat. Mit an Bord in
Frankreich sind neben dem Teameigner noch Alex Müller und Thomas Gruber! Beide Piloten sind schon seit längerer Zeit Teil der JAR-Familie. Mit
dem 30jährigen Müller feierte Lichtner-Hoyer schon 2008 schöne Erfolge,
darunter mit Platz 2 in Oschersleben seinen ersten Podiumsplatz in der FIA GT.
Mit dem 49jährigen Wiener Thomas Gruber wiederum war Lichtner-Hoyer
in vielen Langstrecken-Rennen im Einsatz. Gruber selbst holte sich 2008
beim Porsche Sportscup den Gesamtsieg in der „Endurance“.
Für alle drei Piloten ist es das erste Antreten in Le Mans. Deshalb haben sich
Lichtner-Hoyer & Co. auch ein spezielles Fitness-Programm verordnet,
werden davor auch noch gemeinsam ein Rennen fahren.
„6 Stunden von Spa“ als Generalprobe
Um bestens vorbereitet nach Le Mans zu kommen, wird das Trio sozusagen
als Generalprobe die im Rahmen der LMES ausgetragenen das 1000 km Rennen von Spa bestreiten.
Schon 2007 waren Lichtner-Hoyer/Gruber mit dem Aston
Martin DBR9 am Start, erreichten damals Platz 5 in der Klasse. Das Rennen
geht vom 8. bis 10. Mai über die Bühne.
Bei Jetalliance Racing ist man sich der Härte dieses Rennens bewusst: „Wir
sind Realisten genug um zu wissen, dass man als Quereinsteiger beim
härtesten und schwersten Langstreckenrennen der Welt möglicherweise auch
Lehrgeld bezahlen muss. Wir haben Respekt, kommen aber voll motiviert
nach Frankreich. Mit dem Startplatz haben wir den ersten Schritt geschafft.
Jetzt wollen wir den nächsten folgen lassen. Heißt, unser Ziel ist es, am
Sonntag über die Ziellinie zu fahren. Gelingt uns das, ist auch ein
Spitzenplatz in der GT1-Klasse möglich.“
24h von Le Mans – ein Rennen mit viel Historie
Das Rennen wurde erstmals 1923 ausgetragen. Damals mit dem Gedanken,
den Automobilherstellern die Möglichkeit zu geben, die Zuverlässigkeit und den neuesten Entwicklungsstand unter Beweis stellen zu können. Heute ist Le
Mans d e r Langstrecken-Klassiker schlechthin. Die Strecke besteht aus zwei
Teilen, dem „Circuit de la Sarthe“, benannt nach dem gleichnamigen Fluss,
der größtenteils auf Landstrassen gefahren wird, sowie dem permanenten
Rundkurs „Circuit Bugatti“, wo sich auch die Boxen und der Start-Ziel-Raum
befindet. Aus Sicherheitsgründen wurde die Strecke in all den Jahren
mehrmals überarbeitet und langsamer gemacht.
Darunter auch die fast fünf Kilometer lange Gerade „Ligne Droite des
Hunaudieres“, auf der früher Geschwindigkeiten um die 400 km/h erreicht
wurden. Nach dem tragischen, tödlichen Unfall des Wieners Jo Gartner am 1.
Juni 1986 wurden zwei Schikanen eingebaut.
Der erfolgreichste Pilot ist der Däne Tom Kristensen, der bisher insgesamt
achtmal gewann. In den Siegerlisten aber auch drei Österreicher: Jochen
Rindt (1965), Dr. Helmut Marko (1971) und Alexander Wurz (1996).
Jubiläumsjahr für Aston Martin Aston Martin feiert heuer in Le Mans ein großes
Jubiläum: Vor 50 Jahren gab es durch die Briten Caroll Shelby und Roy Salvadori
auf einem Aston Martin DBR1 300 den ersten und bisher einzigen Gesamtsieg für die englische
Traditionsmarke!
Sicher mit ein Grund, warum Aston Martin heuer in die große LMP1-Klasse
aufgestiegen ist, und damit die GT1, die man ja in den letzten beiden Jahren
gewinnen konnte, den Privatteams überlässt. Davon sind zwei am Start,
eines davon ist eben Jetalliance Racing.
Heinrich Karner von Aston Martin Österreich: „Wir sind sehr stolz, dass das
von uns mitbegründete Team Jetalliance Racing rund um Lukas Lichtner Hoyer gerade heuer mit dem Aston Martin DBR9 am Start dieser
Traditionsveranstaltung steht.“
Fanreise nach Le Mans
Jetalliance Racing organisiert auch ein groß angelegte Fan-Reise nach
Frankreich. Wobei Reisepakete für Fans und VIP’s angeboten werden.
Anfragen bitte an lemans@jetalliance.at