
Unglaubliche Szenen im Team von Jetalliance Racing nach dem Zieleinlauf der 77.
Auflage der 24-Stunden von Le Mans: Als erstes österreichisches Team seit 1972 bei
diesem Klassiker am Start, schafften Teameigner Lukas Lichtner-Hoyer, Thomas Gruber
und Alex Müller mit ihrem Jetalliance Aston Martin DBR9 das große Ziel – Platz 3
und damit auf dem Podium in der GT1-Klasse, der Jubel und die Freude waren
grenzenlos...
Dabei begann alles mit argen Problemen – schon nach einer Runde musste Startpilot
Lukas Lichtner-Hoyer mit Elektronik-Problemen an die Box. Die Lichtmaschine
musste gewechselt werden. Zeitverlust rund 25 Minuten, sprich 6 Runden. Wenig
später der nächste Defekt an der Benzinpumpe, Lichtner-Hoyer blieb auf der
Strecke stehen, brachte das Auto aber wieder in Gang – Zeitverlust fast eineinhalb
Stunden...
Doch die Jetalliance-Truppe ließ sich nie entmutigen, nahm das Rennen in schier
aussichtloser Position wieder auf. In der Folge spulten Lichtner-Hoyer, Gruber
und Müller ihre Runden herunter. Das Pech war aufgebraucht und wich dem Glück.
Zuerst bekam die Alphand-Corvette Probleme, rund zwei Stunden vor dem Ende schied
auch noch die Werks-Corvette von Marcel Fässler &. Co. aus – erstmals lag man auf
einem Podiumsplatz – und das große Zittern begann. Doch der Aston Martin hielt –
und Lukas Lichtner-Hoyer fuhr kurz nach 15 Uhr als Dritter in der GT1-Klasse
über die Ziellinie. Das erträumte Ziel wurde Realität, der größte Erfolg in der
Geschichte von Jetalliance Racing perfekt!
Teameigner Lukas Lichtner-Hoyer: „Nach sieben Horror-Stunden hat der
Teamgeist gesiegt. Wir haben nie aufgegeben und sind dafür belohnt worden.
Natürlich haben wir am Schluss Glück gehabt – aber in Le Mans zählt eben nur,
dass man über die Ziellinie fährt. Und das haben wir geschafft. Gratulation an
das gesamte Team!“
Thomas Gruber: „Für mich als Amateur ist das natürlich ein doppelt
ergreifendes Gefühl. Das ist so, als wenn man Tennis spielt, und dann in Wimbledon
einen Erfolg feiert. Als wir am Podest standen, war das wirklich ein toller Moment.
Der wird mir immer in Erinnerung bleiben.“
Alex Müller: „Wir haben uns nie aufgegeben, haben immer weiter gekämpft.
Unsere Mechaniker-Crew hat sich im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch für uns
aufgerissen – vielen Dank dafür. Wir hatten zu Beginn sehr viel Pech, doch gegen
Ende des Rennes hat sich das Blatt gewendet.“