
Der im niederösterreichischen Oeynhausen beheimatete Rennstall ist auch im neu installierten GT4 European Cup,
der im Rahmen der FIA-GT ausgetragen wird, erfolgreich. Die Fakten: Zur Halbzeit (9 von 18 Rennen) steht die
Jetalliance Aston Martin N24-Armada in der Teamwertung auf Platz 1, neun Punkte vor "Motorsport98" aus Belgien.
In der Fahrerwertung ist Klaus Engelhorn im Titelrennen: Der Wiener - heuer schon zweifacher Saisonsieger, geht
als Zweiter mit drei Zählern Rückstand auf den Führenden Belgier Eric de Doncker in die zweite Saisonhälfte.
Und mit dem Steirer Niki Mayr-Melnhof, der ebenfalls schon zwei Läufe für sich entscheiden konnte, gibt es noch ein
zweites "heißes Eisen" im Feuer - der Grazer liegt aktuell auf Rang 4, 20 Punkte hinter der Spitze.
Teammanager Georg Silbermayr zieht eine positive Halbzeitbilanz: "Wir sind mit dem bisherigen Verlauf der GT4 Saison sehr zufrieden, haben nun alle Chancen, am Ende
des Jahres in beiden Wertungen ganz vorne zu liegen. Mich freuen aber nicht nur die erzielten Ergebnisse - wir haben gezeigt,
dass wir auch im Kundensport sehr professionelle Arbeit abliefern, optimale Strukturen und auch eine sehr gute Mannschaft haben."
Der letzte Lauf am Sonntag Nachmittag in Oschersleben wurde Niki MM zum Verhängnis, als wärend der Startphase ein BMW Z4 ihn
in der Beschleuningungsphase hinten seitlich anschob. Der Aston Martin N24 geriet quer, schoss ungebremst über den Grasstreifen
und torpedierte förmlich die Begrenzungsmauer. Eine leichte Erhebung des Geländes katapultierte den Wagen über einen
Meter in die Höhe, so dass den Zuschauern am Bildschirm der Atem stockte. Niki Mayer-Melnhof blieb bei dem Unfall unversehrt, was
man jedoch nicht von dem Fahrzeug behaupten kann. Die Kaltverformung erfolgte dermassen nachhaltig, dass das Fahrzeug nicht bis
zum Rennen in Spa Francorchamps aufgebaut werden kann. Daher werden Klaus Engelhorn und Niki Mayr-Melnhof von der "Acht" auf die
Startnummer "Fünf" wechseln, um ihre Chancen in der Meisterschaft zu waren.
Jetalliance Racing wird in Spa nur mit einem Aston Martin N24 am Start sein. Geschäftliche Verpflichtungen,
ein Todesfall in der Familie und nicht zuletzt der mit dem Crash in Oschersleben verbundene Totalschaden eines Fahrzeuges sind die
Gründe. Das verbliebene Auto teilen sich der Wiener Klaus Engelhorn und der Grazer Niki Mayr-Melnhof.
Teammanager Georg Silbermayr: "Gegen verschiedene Dinge ist man eben machtlos. Für uns ist es aber wichtig,
dass mit Mayr-Melnhof und vor allem Klaus Engelhorn beide Titelaspiranten mit dabei sein werden. Vielleicht schaffen es die beiden,
mit guten Ergebnissen die Führung in der Teamwertung auch mit nur einem Auto am Start zu verteidigen."